Wie wird eine Marke zur Marke: Rechtliche Schritte zur Alleinstellung

Gerade im Technikbereich sind Marken allgegenwärtig. Durch die Marke wird das Produkt und das Unternehmen identifiziert und das gewünschte Image transportiert. Wie wird eine Marke zur Marke und welche rechtlichen Schritte muss das Produkt durchlaufen, damit es unter dem Markenschutz steht und Markenrechtsverletzungen möglich werden?

Eine weltweit bekannte "Marke"

Entstehung der Marke: Das Prioritätsprinzip

In der Regel ist der erste Schritt die Registrierung. Der Markenschutz wird mit der Anmeldung und der Eintragung in das Markenregister beim Deutschen Patent- und Markenamt in Gang gesetzt. Dabei ist der Markenschutz in Deutschland rechtlich auf einen Zeitraum von 10 Jahren beschränkt und vor Ablauf dieser Frist sollte ein Verlängerungsantrag gestellt werden, damit das Kennzeichen nicht von Unberechtigten in Anspruch genommen werden kann. Das Prioritätsprinzip bestimmt in Deutschland die Marke. Wer diese zuerst anmeldet kann das Schutzrecht erlangen.

Was ist schützenswert?

Neben Bildern und Wörtern können auch Zahlen, Buchstaben, Slogans, Verpackungen und Farben geschützt werden, die nebeneinander das Produkt bezeichnen. Zudem kann das Produkt in seiner spezifischen Gestaltung und Bauweise geschützt werden. Hier ist größte Sorgfalt wichtig und es lohnt sich einen Spezialisten im Bereich des Patent- und Technikrecht mit der Eintragung zu beauftragen. Nähere Informationen und weiteres Fachwissen findet sich unter www.markenpatent.de

Geltungsbereich des Markenschutz

Generell gilt der Markenschutz einer im deutschen Markenregister eingetragenen Marke nur in dem Gebiete der Bundesrepublik Deutschland. Es ist aber möglich, den Schutz auf der Basis des deutschen Eintrages auch in andere Länder auszudehnen. Das ist vor allem wichtig, wenn es sich um technische Produkte handelt, die weltweit vertrieben werden sollen. Auch hier gilt das Prioritätsprinzip, weshalb es wirtschaftlich sinnvoll ist, die Marke in allen Ländern, in denen sie präsent sein soll auch anzumelden. Hier bietet die Europäische Union die Möglichkeit, die Marke als “Gemeinschaftsmarke” eintragen zu lassen, sodass der Markenschutz in allen Mitgliedstaaten erlangt werden kann.

Was bietet der Markenschutz?

Der Markenschutz ermöglicht eine Monopolisierung des angemeldeten Produktes. Damit steht dem Markeninhaber das alleinige Recht zu, anderen zu untersagen, identische oder ähnliche Kennzeichen zu verwenden. Auch die Verwendung einer ähnlichen Marke kann untersagt werden. In einem Streitfall muss allerdings eine exakte Prüfung erfolgen, damit die Schadensersatzpflicht des Verwenders auch nachgewiesen wird.

© jokatoons – Fotolia.com

Ähnliche Artikel:

  • Technik der E-ZigaretteTechnik der E-Zigarette Einweg E-Zigaretten sehen zwar aus wie normale Zigaretten, funktionieren jedoch völlig anders. Die Erzeugung des Dampfes erfolgt mittels elektrischer Spannung, die über eine ausgefeilte Elektronik ...
  • BewerbermanagementsoftwareBewerbermanagementsoftware Bewerbermanagement Software dient dem Bewerbermanagement und der Verwaltung einer Vielzahl von eingehenden Bewerbungen, aber auch dem gezielten Recruiting auf verschiedensten Kanälen. Softwarelösun...
  • Geld sparen und Ressourcen schonenGeld sparen und Ressourcen schonen Unsere Gas- und Ölreserven sind längst nicht mehr unendlich lange verfügbar, dementsprechend sind auch die Preise dafür in den letzten Jahren und Jahrzehnten um ein vielfaches gestiegen. Ein Ende d...
  • Technik für die LandwirtschaftTechnik für die Landwirtschaft Die Agrartechnik, auch Landtechnik genannt hat sich in den letzten Jahren zu einem eigenständigen Zweig in der Landwirtschaft etabliert. Grundsätzlich befasst sich die Landtechnik mit allen Geräten...
  • Thin Clients – was können die „schlanken Kunden“?Thin Clients – was können die „schlanken Kunden“? Thin Clients bieten sich als kostengünstige Alternative für die Einrichtung von PC Arbeitsplätzen an. Sie sind deshalb so „schlanke Kunden“, weil sie die meiste Arbeit dem Server überlassen sin...
  • Linoliumboden – Vor und Nachteile Linoliumboden – Vor und Nachteile Linoleum ist ein Material, das im Jahr 1860 entwickelt wurde. Eingesetzt wird dieses Material, um in der Hauptsache Bodenbeläge zu entwickeln. Verwendet wird das Material außerdem als Druckplatte, ...
  • Automobiltechnik muss nicht immer kompliziert seinAutomobiltechnik muss nicht immer kompliziert sein Ein Auto oder Motorroller mit Verbrennungsmotor nutzt heute noch dieselbe Technologie, wie vor 50 Jahren - nur der Fahrer bemerkt davon relativ wenig, da alles ziemlich aufwendig ver- und umbaut wo...

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>